Ein SSL-Zertifikat schützt ausschließlich den Transportweg der Daten zwischen Browser und Server. Es schützt nicht vor Angriffen auf den Server selbst, vor Schwachstellen in der Webanwendung, vor Phishing-Seiten oder vor kompromittierten Endgeräten.
Das Schloss-Symbol im Browser bedeutet nur zweierlei: Die Verbindung ist verschlüsselt, und das Zertifikat passt zur aufgerufenen Domain. Es ist kein Vertrauenssiegel für den Betreiber und keine Aussage über die Seriosität der Website.
Konkret deckt ein SSL-Zertifikat folgende Risiken nicht ab:
secure-login-example.com) ein gültiges DV-Zertifikat erhalten. Browser zeigen dann ebenfalls ein Schloss an.Auch der häufig erwartete Schutz personenbezogener Daten im Sinne der DSGVO wird durch ein SSL-Zertifikat nur teilweise abgedeckt. Art. 32 DSGVO verlangt Verschlüsselung bei der Übertragung — auf dem Server selbst sind weitere Maßnahmen nötig: verschlüsselte Datenbanken, Zugriffskontrollen, Protokollierung, regelmäßige Sicherheitsupdates.
Eine sinnvolle Absicherung einer Website besteht deshalb immer aus mehreren Bausteinen: TLS-Verschlüsselung für den Transport, eine sicher entwickelte und aktuell gehaltene Anwendung, ein gehärteter Server, regelmäßige Backups und ein Monitoring, das Auffälligkeiten früh erkennt. Das SSL-Zertifikat ist davon ein wichtiger, aber eben nur ein einzelner Baustein.