SSL-Check: SSL-Zertifikat einer Website prüfen
Geben Sie eine Domain ein: Der SSL-Check ruft das SSL-Zertifikat vom Server ab und zeigt, ob es gültig ist und wo es hakt.
SSL-Zertifikat einer Domain prüfen
Der SSL-Check holt das Zertifikat direkt von Ihrem Server, so wie es ein Browser beim Aufruf der Website erhält. Haben Sie nur die Zertifikatsdatei (zum Beispiel meine-domain.crt)? Dann nutzen Sie SSL-Zertifikat auslesen.
Der SSL-Check von ssl.de prüft kostenlos und ohne Anmeldung, ob das SSL-Zertifikat einer Website nach den Regeln aktueller Browser gültig ist. Er baut dazu eine TLS-Verbindung zu Port 443 auf, liest Zertifikat und Zwischenzertifikate und nennt zu jedem Problem den nächsten Schritt. Eine Seite ruft er nicht ab, den Domainnamen speichern wir nicht, nur das Ergebnis bleibt 30 Minuten in Ihrer Sitzung.
Häufige Fragen zum SSL-Check
Was der SSL-Check prüft, wie Sie ihn nutzen, warum Browser trotzdem warnen und was Sie bei einem Problem tun.
Was prüft der SSL-Check?
Der SSL-Check von ssl.de holt das SSL-Zertifikat Ihrer Website vom Server und prüft es so, wie ein Browser es beim Aufruf der Seite prüft. Vier Punkte entscheiden über „gültig“ oder „ungültig“:
- Gültigkeitszeitraum: Ist das Zertifikat heute gültig, also weder abgelaufen noch erst ab einem späteren Datum gültig?
- Domainname: Steht der geprüfte Name als gültige Domain im Zertifikat?
- Vertrauen: Stammt das Zertifikat von einer Stelle, der Browser vertrauen, und liefert Ihr Server alles mit, was ein Browser braucht, um das zu erkennen?
- Verschlüsselung: Sind Schlüssel und Signatur nach heutigem Stand sicher? Veraltete Verfahren lehnen Browser ab.
Läuft das Zertifikat in den nächsten 30 Tagen ab, weist ein Hinweis darauf hin, der Status bleibt „gültig“. Dazu zeigt der SSL-Check, auf wen das Zertifikat ausgestellt ist, wer es ausgestellt hat und mit welcher Verschlüsselung Ihr Server die Verbindung aufbaut. Konnte er das Vertrauen aus technischen Gründen nicht prüfen, steht „Prüfung unvollständig“.
Nicht geprüft werden Sperrlisten, Transparenz-Logs und die Einstellungen des Servers, etwa die erlaubten Protokolle.
Wie prüfe ich das SSL-Zertifikat einer Website?
Geben Sie im SSL-Check von ssl.de den Domainnamen ein, zum Beispiel www.example.de, und klicken Sie auf „Domain prüfen“. Sie können die Adresse auch samt https:// und Pfad aus der Adresszeile des Browsers kopieren. Das Ergebnis steht meist nach wenigen Sekunden da.
Es hat drei Teile: den Status (gültig, ungültig oder Prüfung unvollständig), die Hinweise mit dem nächsten Schritt zu jedem Problem und die Einzelheiten zu Domain, Inhaber, Zertifizierungsstelle, Technik und Verbindung. Findet der SSL-Check unter dem eingegebenen Namen keinen Server, prüft er den Namen mit www. davor und sagt das im Ergebnis. Den Domainnamen speichern wir nicht, das Ergebnis bleibt 30 Minuten in Ihrer Sitzung, damit Sie die Seite neu laden können.
Warum zeigt mein Browser eine Warnung, obwohl der SSL-Check „gültig“ sagt?
Meist prüft der Browser einen anderen Namen oder erreicht einen anderen Server als der SSL-Check, oder die Uhr des Computers geht falsch.
- Anderer Name: Das Zertifikat gilt für example.de, die Seite läuft unter www.example.de (oder umgekehrt). Beide Namen gehören ins Zertifikat. Prüfen Sie genau den Namen aus der Adresszeile.
- Anderer Server: Der SSL-Check prüft einen Server der Domain. Hat die Domain mehrere Server, kann Ihr Browser bei einem anderen landen, auf dem ein anderes Zertifikat liegt.
- Falsche Uhrzeit: Geht die Uhr des Computers falsch, hält der Browser ein gültiges Zertifikat für abgelaufen oder noch nicht gültig.
- Gemischte Inhalte: Die Seite bindet Bilder oder Skripte per HTTP ein. Das Zertifikat ist in Ordnung, die Seite nicht.
- Älteres Gerät: Ältere Betriebssysteme und Browser kennen manche neueren Zertifizierungsstellen nicht und warnen, obwohl das Zertifikat in Ordnung ist.
Warum vertraut ein Browser einem SSL-Zertifikat, und was ist die Vertrauenskette?
Ein Browser vertraut nicht dem Zertifikat selbst, sondern der Stelle, die es ausgestellt hat: der Zertifizierungsstelle, zum Beispiel Sectigo, DigiCert oder Let’s Encrypt. Zwischen Ihrem Zertifikat und der Zertifizierungsstelle liegt meist ein weiteres Zertifikat, das Zwischenzertifikat. Diese Kette heißt Vertrauenskette.
Die drei Glieder:
- Ihr Zertifikat: auf Ihre Domain ausgestellt, liegt auf Ihrem Server.
- Zwischenzertifikat: gehört der Zertifizierungsstelle, Ihr Server muss es mit ausliefern.
- Wurzelzertifikat: der Ausgangspunkt der Zertifizierungsstelle, den Browser und Betriebssysteme bereits kennen.
Der SSL-Check von ssl.de prüft diese Kette so wie ein Browser und nennt bei einem Fehler den Grund, etwa „Zwischenzertifikat fehlt“ oder „Zwischenzertifikat abgelaufen“.
Warum fehlt das Zwischenzertifikat, und wie installiere ich es?
Das Zwischenzertifikat ist ein zusätzliches Zertifikat der Zertifizierungsstelle, das Ihr Server zusammen mit Ihrem Zertifikat ausliefern muss. Meist fehlt es, weil bei der Installation nur das eigene Zertifikat eingespielt wurde. Auf dem eigenen Rechner fällt das oft nicht auf, weil der Browser das fehlende Zertifikat aus dem Cache kennt oder selbst nachlädt. Manche Browser und Geräte zeigen dagegen eine Warnung, viele Apps und Mail-Programme brechen die Verbindung ab.
So beheben Sie es:
- Laden Sie das Zwischenzertifikat bei Ihrer Zertifizierungsstelle herunter, meist als Datei „Intermediate“, „CA-Bundle“ oder „Chain“.
- Installieren Sie es zusammen mit Ihrem Zertifikat: bei Apache und nginx in derselben Datei hinter Ihrem Zertifikat, in Plesk und ähnlichen Oberflächen im Feld für das CA-Zertifikat.
- Starten Sie den Webserver neu und prüfen Sie die Domain mit dem SSL-Check von ssl.de noch einmal.
Ein neues Zertifikat brauchen Sie dafür nicht.
Gilt ein SSL-Zertifikat auch für Subdomains?
Ein SSL-Zertifikat gilt nur für die Domainnamen, die darin eingetragen sind. example.de und www.example.de sind zwei verschiedene Namen. Erreichen Besucher die Website unter beiden, müssen beide im Zertifikat stehen.
Ein Wildcard-Zertifikat für *.example.de deckt alle Subdomains einer Ebene ab, etwa www.example.de und shop.example.de. Es gilt nicht für example.de selbst, wenn dieser Name nicht zusätzlich enthalten ist, und nicht für tiefere Ebenen wie test.shop.example.de. Der SSL-Check prüft genau den eingegebenen Namen nach diesen Regeln und zeigt alle eingetragenen Namen an.
Mein Zertifikat läuft bald ab oder ist abgelaufen. Was muss ich tun?
Lassen Sie ein neues Zertifikat ausstellen und installieren Sie es auf dem Server. Ein abgelaufenes Zertifikat lässt sich nicht verlängern.
- Erzeugen Sie einen CSR (die Bestelldatei für ein Zertifikat), mit dem vorhandenen oder einem neuen privaten Schlüssel.
- Bestellen Sie das Zertifikat und reichen Sie den CSR ein. Passende Zertifikate mit Domain-, Organisations- und erweiterter Validierung finden Sie in der Übersicht der SSL-Zertifikate.
- Installieren Sie das neue Zertifikat zusammen mit dem aktuellen Zwischenzertifikat und prüfen Sie die Domain mit dem SSL-Check von ssl.de noch einmal.
Planen Sie die Erneuerung spätestens 30 Tage vor dem Ablauf, ab dann weist der SSL-Check darauf hin. Ist das Zertifikat abgelaufen, zeigen alle Browser statt der Website eine Sicherheitswarnung.
Warum kann der SSL-Check meine Domain nicht prüfen?
Der SSL-Check von ssl.de braucht einen Server, der unter dem Domainnamen im Internet erreichbar ist und HTTPS mit einer aktuellen Verschlüsselungsversion anbietet. Fehlt eines davon, steht „Prüfung nicht möglich“ mit dem Grund:
- Keine Adresse: Unter dem Namen, auch mit www. davor, ist kein Server eingetragen, oder die Nameserver antworten nicht. Prüfen Sie die Schreibweise.
- Nur IPv6: Der Server ist nur über eine Adresse der neuen Art (IPv6) erreichbar, der SSL-Check prüft derzeit nur IPv4-Adressen.
- Private Adresse: Interne Adressen, etwa aus einem Firmennetz, prüft der SSL-Check nicht.
- Keine Verbindung: Der HTTPS-Zugang des Servers (Port 443) antwortet nicht, oder eine Firewall blockiert ihn.
- Veraltete Verschlüsselung: Der Server bietet nur Versionen älter als TLS 1.2 an, die auch aktuelle Browser ablehnen.
Andere Dienste, etwa Mailserver, prüft der SSL-Check nicht. Die Zertifikatsdatei können Sie in allen Fällen mit SSL-Zertifikat auslesen prüfen.
Datenschutz & Haftungsausschluss (Details anzeigen)(Details ausblenden)
Datenschutz bei diesem Tool: Ihre Eingaben verarbeiten wir nur für die Prüfung und speichern sie nicht. Für die Prüfung baut unser Server eine TLS-Verbindung zu Port 443 der angegebenen Domain auf, liest Zertifikat und Zwischenzertifikate und beendet die Verbindung. Eine Seite ruft er nicht ab. Das Ergebnis halten wir bis zu 30 Minuten in Ihrer Sitzung bereit, damit Sie die Ergebnisseite neu laden können. Um Missbrauch vorzubeugen, speichern wir für 24 Stunden einen pseudonymisierten Hash Ihrer IP-Adresse. Weist das Tool eine Anfrage als möglichen Missbrauch ab, protokollieren wir dazu Zeitpunkt und IP-Adresse. Dieses Tool setzt keine Tracking-Cookies. Die Verarbeitung findet auf unseren Servern in Deutschland und Europa statt. Mehr dazu lesen Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Haftungsausschluss: Dieses Tool dient allein der Information. Die angezeigten Angaben werden in dem Moment ermittelt, in dem Sie die Prüfung starten. Je nach Prüfung greifen unsere Tools dafür auf verschiedene Quellen weltweit zu. Diese Quellen können ausfallen, falsche Ergebnisse liefern oder nicht erreichbar sein. Darauf haben wir keinen Einfluss. Sie nutzen das Tool auf eigene Verantwortung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Ergebnisse übernehmen wir keine Gewähr. Ob ein Browser oder ein Programm ein Zertifikat akzeptiert, entscheidet allein dessen Hersteller nach eigenen Regeln. Ein hier als gültig angezeigtes Zertifikat ist keine Zusage, dass jede Software es annimmt. Für Schäden oder Verluste, die aus der Verwendung, Speicherung oder Weitergabe der angezeigten Ergebnisse entstehen, haften wir nicht, soweit das gesetzlich zulässig ist. Ein Anspruch auf Verfügbarkeit, Vollständigkeit oder Korrektheit des Tools oder des angezeigten Ergebnisses besteht nicht.