Von Mixed Content spricht man, wenn eine über HTTPS aufgerufene Webseite zusätzlich Ressourcen über das unverschlüsselte HTTP nachlädt — etwa Bilder, Skripte, Stylesheets oder Schriftarten. Der Browser warnt, weil die Sicherheit der HTTPS-Verbindung damit teilweise oder vollständig ausgehebelt wird.
Browser unterscheiden zwei Arten von Mixed Content, die sie unterschiedlich streng behandeln:
| Typ | Was wird nachgeladen | Verhalten moderner Browser |
|---|---|---|
| Active Mixed Content | JavaScript, CSS, iframes, Web Worker, XHR/Fetch, WebSocket | komplett blockiert — die Ressourcen werden gar nicht geladen |
| Passive Mixed Content | Bilder, Audio, Video | seit 2020 (Chrome 81+) automatisch auf HTTPS aufgerüstet, bei Fehler blockiert |
Warum die Unterscheidung: Aktive Inhalte können die Seite manipulieren — eingeschleustes JavaScript könnte Tastatureingaben mitlesen, Inhalte fälschen oder den Nutzer auf Phishing-Seiten umleiten. Passive Inhalte können Inhalte nur darstellen, ein Angreifer könnte sie aber gegen anderes Material austauschen, ohne dass der Nutzer es merkt.
http://-URLs.http://-URLs in Bildpfaden, Verlinkungen oder Custom Fields.Content-Security-Policy: upgrade-insecure-requests protokollieren — alle Verstöße werden im Reporting sichtbar.https:// umstellen — bei WordPress per Suchen-Ersetzen-Plugin, bei Typo3 oder Joomla über Datenbank-Skripte./bild.jpg statt http://meine-domain.de/bild.jpg.Content-Security-Policy: upgrade-insecure-requests setzen — der Browser ersetzt HTTP-Ressourcen automatisch durch HTTPS, falls verfügbar.Strict-Transport-Security) zusätzlich aktivieren — Browser merken sich dann, dass Ihre Domain ausschließlich über HTTPS läuft.Mixed Content ist nach einer SSL-Umstellung der mit Abstand häufigste Stolperstein. Mit einem konsequenten Suchen-Ersetzen-Lauf in der Datenbank, dem CSP-Header upgrade-insecure-requests und einer abschließenden Prüfung des Zertifikats ist das Thema in der Regel innerhalb einer Stunde abgeräumt.